Mgr. Cäcilia Wosnitzka, BA, MA

Praedoc

 

Cäcilia Wosnitzka ist Universitätsassistent*in (Praedoc) am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien im Arbeitsbereich der Professur für Kultur-, Wissens- und Geschlechtergeschichte von Univ.-Prof.in. Mag.a. Dr.in Claudia Kraft (seit 1.4.2024).

Nach dem Abschluss des Bachelorstudiums (Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Universität Hildesheim) 2018, absolvierte Wosnitzka bis 2021 den deutsch-polnischen Doppelmaster European Studies der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und der Uniwersytet im. Adama Mickiewicza in Poznań. Die queer-geschichtliche Masterarbeit zum transnationalen Homosexuellenrechtsaktivismus im Kalten Krieg wurde im Wettbewerb für den Wissenschaftlichen Förderpreis des polnischen Botschafters unter der Schirmherrschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften 2022/2023 ausgezeichnet.

Cäcilia Wosnitzka ist Fellow der Doctoral School of Historical and Cultural Studies (DSHCS) und Mitglied im Forschungsschwerpunkt Demokratie und Menschenrechte.
 
Im Fokus des Dissertationsprojektes stehen Biografien, Netzwerke und Migrant*innenorganisationen von Personen, die zwischen 1968 und 1993 aus (der Volksrepublik) Polen in die Bundesrepublik Deutschland migrierten. Die Aktivitäten der Akteur*innen – die sich oftmals zwischen Diaspora- und Asylpolitik bewegten – dienen im Projekt als Ausgangspunkt für die folgenden Fragen: Wie lässt sich migrantische Partizipation in der BRD demokratiegeschichtlich historisieren? Welche Strategien, Artikulationsformen und Wirkbereiche wählten die Akteur*innen für ihre Anliegen? Welche Teilhabe wurde ihnen durch die BRD ermöglicht und welche verwehrt? Wie hängt die Teilhabe von migrantischen Personen mit geschlechterspezifischen, aufenthaltsrechtlichen, konfessionellen und habituellen Fragen zusammen? Auf der Grundlage von Oral History Interviews, Organisationsarchiven und community Medien sowie staatlich-behördlicher Dokumente leistet die Studie einen Beitrag zur historischen Forschung über Migrant*innenenorganisationen, der Teilhabe von Nicht-Staatsbürger*innen und dem Verhältnis von Migration und Demokratie in der deutschen Einwanderungsgesellschaft.

Im Rahmen des Forschungsprojekts erhielt Cäcilia Wosnitzka eine Promotionsförderung der Heinrich-Böll-Stiftung (04/2023-03/2024) sowie Forschungsstipendien des Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) Leipzig (2022) und des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Warschau (2025, 2026).


Curriculum Vitae

Publikationsliste

 

 
Mitgliedschaften
  • Junge DGO/Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.
  • Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) e.V. (zivilgesellschaftliches Engagement)

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Forschungsschwerpunkte
  • Zeithistorische Migrationsforschung / Geschichtsschreibung in der Einwanderungsgesellschaft
  • Verflechtungsgeschichte Ostmitteleuropas, Fokus: Polen und BRD
  • Queer-, Geschlechter- und Demokratiegeschichte 
  • Queer-/Feministische Epistemologie(n)
  • Theorien des Raumes