A Hole in the Iron Curtain

Migrationsregime in Österreich und die jüdische Transitmigration, 1955-1989


Projektleitung: Priv.Doz. Dr. Philipp Luis Strobl
Projektmitarbeit: Dr.in Rachel Blumenthal (Hebrew University of Jerusalem)
Finanzierung: Zukunftsfonds der Republik Österreich
Laufzeit:
1.4.2024 - 31.10.2025

 

Dieses Projekt blickt aus einer langfristigen Perspektive auf die jüdische Transitmigration durch Österreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg kamen etwa 200.000 Überlebende des Holocaust auf ihrem Weg in ein neues Leben in einer neuen Heimat nach Wien. Diese Migration ist gut erforscht. Was jedoch bislang weniger Beachtung fand, war die Migration weiterer 200.000 Jüdinnen und Juden, die aus Osteuropa über Wien zwischen 1955 und 1989 flüchteten. Das eingereichte Forschungsprojekt geht dieser länger andauernden Migrationsbewegung nach und verbindet dabei diplomatiegeschichtliche (top down/high politics) und alltagsgeschichtliche (bottom up/low politics) Ansätze. Ziel ist es, Transmigrant:innengruppen in der österreichischen Nachkriegsgeschichte vor dem Hintergrund der Politik des Kalten Krieges zu analysieren und zu untersuchen, warum und wie Österreich zu einer Transitstation für Flüchtlinge wurde. Unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse der Migrationsgeschichte sind dabei die Handlungen und Erfahrungen der Migrant:innen selbst und ihre Interaktionen mit Österreich und seinen Bürger:innen zentral.

 

Das Projekt auf der Homepage des Zukunftsfonds