Aktuell

  • Vortrag und Buchpräsentation
    Jan Müggenburg. Das Ohr aus Illinois – Kybernetische Maschinen als lebhafte Artefakte
    DI 22.05.2018, 18.00 Uhr, Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1, Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien

    »Ich war zu Tränen gerührt, als Murray Babcock mir an unserem kybernetischen Institut eines Tages sagte: ›Ich habe diesen Dynamic Analyzer gebaut, aber ich weiß immer noch nicht, wozu er eigentlich gut sein soll«. Die Worte Heinz von Foersters über seinen Mitarbeiter wirken auf den ersten Blick befremdlich. Als Ingenieur arbeitete Babcock für Foerster in den 1960er Jahren am Biological Computer Laboratory (BCL) der University of Illinois in Urbana-Champaign und hatte den Auftrag, kybernetische Maschinen nach dem Vorbild biologischer Funktionsweisen zu konstruieren. Der Dynamic Signal Analyzer sollte eigentlich das nur wenige Millimeter große menschliche Innenohr imitieren und gehörte zu den Vorzeigeprojekten des BCL. Wenn aber am Ende eines mehrjährigen Projektes ein raum­füllender Apparat steht, von dem selbst ihr Konstrukteur nicht mehr so richtig weiß, ›wozu er eigentlich gut sein soll‹, dann ist in der Übersetzungskette von der Natur zur Maschine scheinbar etwas aus den Fugen geraten. mehr »

  • Do 3. Mai 2018, 12:00
    Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte
    Universitätscampus, Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

    Das reichhaltig dokumentierte „autobiografische Leben“ der Familie Viertel stellt in mehrfacher Hinsicht den „Idealfall“ dar, um auto/biografische Praktiken zu untersuchen und auszuprobieren: Zwar fanden die Schauspielerin und Drehbuchautorin Salomea Sara (Salka) Viertel (1889–1978, geb. Steuermann), ihr Ehe­mann, der Schriftsteller und Regisseur Berthold Viertel (1885–1953) und ihr mitt­lerer Sohn, der Autor und Filmschaffende Peter Viertel (1920–2007) nie wirklich Eingang in einen europäi­schen oder angloamerikani­schen Kanon des Theaters, Films oder der Literatur, doch im Gegensatz zu einer überwältigenden Mehrzahl von Personen, die nichts oder kaum etwas hinterließen, blieben sie auch keine „Geschichtslosen“. An der Familie Viertel zeigt sich zudem bespielhaft, dass ein von Migration/en gepräg­tes Leben zwar verstärkt zur Biografisierung desselben drängte, dass die Materialität dieser Lebensdoku­mentation im „Exil“ aber schwierig zu erhalten war und dass der Verlust von kulturellen Kontexten auf die Erzählung der eigenen Geschichte auswirkte. mehr »

  • Der dreitägige Jahreskongress der österreichischen Zeithistorikerinnen und Zeithistorikern, der Zeitgeschichtetag 2018, ist in Wien erfolgreich beendet worden. Die fulminante Eröffnungsrede „über die Folgen der Pariser Friedensverträge von 1919 für die europäische Entwicklung“ hat die international renommierte Historikerin Margaret MacMillan, die in Oxford und an der Toronto University lehrt, gehalten – u.a. in Anwesenheit der Rektoren der Universität Wien und Medizinischen Universität Wien, Heinz Engl und Markus Müller.

    In den folgenden Tagen präsentierten vor zahlreichem Publikum über 150 österreichische und internationale Zeithistorikerinnen und Zeithistoriker in über 40 Podiumsveranstaltungen die aktuellsten Forschungsergebnisse – durchaus immer wieder im internationalen Vergleich.

    Während des Kongresses wurde auch intensiv über eine Resolution zur „FPÖ-Historikerkommission“ diskutiert.

    Die Resolution, die von Vertreterinnen und Vertrtern aller universitären Zeitgeschichte-Institute und Fachabteilungen verfasst wurde, gibt es hier zum Download:

    Transparenz statt Diskretion.
    Stellungnahme am Österreichischen Zeitgeschichtetag 2018 an der Universität Wien zur sogenannten FPÖ-Historikerkommission
    (Download)

    Inzwischen haben bereits mehr als 600 Personen diese Resolution unterzeichnet:

    Link zur Petition: mehr »

  • Authoritarianism and Democracy: Austria, Germany and Europe 1918-2018
    University of California, Berkeley | April 18-20, 2018
    Sociologist Ralf Dahrendorf wrote in 1997 that „a century of authoritarianism is by no means the least likely prognosis for the 21st century“. Due to economic globalization and digitalization, changes in the realms of life and work are vast and far-reaching, with profound consequences for democracy. This development, however, is not new—a look at globalization from the end of World War I to post-1945 Europe reveals comparable crises. Bridging l iterary, historical, economic and technological perspectives, this two-day conference examines the successes, and failures, of democracies, and analyzes a possible return of anti-democratic trends, both in present-day Europe and internationally. mehr »

  • Der „Österreichische Zeitgeschichtetag 2018“ (ZGT18) wird zwischen 5. und 7. April 2018 vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien ausgerichtet.

    Das Motto der ZGT18 lautet „Geschichte wird gemacht“.

    Das Programm lädt zur Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven ein: Herzstück der Tagung sind 44 Panels mit über 150 Vorträgen, die Einblicke in aktuelle Debatten geben und Orte offener Diskussionskultur sein sollen. Drei Ausstellungen, zwei Podiumsdiskussionen, ein Festvortrag und ein Kabarettabend mit Florian Scheuba im Audimax der Universität Wien stellen weitere Highlights der Veranstaltung dar.

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