Philipp Strobl
-
Univ.-Ass. PD. Dr. Philipp Strobl
Universitätsassistent Post-Doc
karenziert seit 1. September 2026
Raum: 1I-O1-10
E-Mail
+43-1-4277-41229
Lehrveranstaltungen
privat
Kurzbiografie
Philipp Strobl ist Privatdozent und Universitätsassistent am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. 2022 habilitierte er sich im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Hildesheim. Seine Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere in der Migrationsgeschichte, der Geschichte von Flucht und Vertreibung, der Wissensgeschichte, der Ideengeschichte und der Geschichte menschlicher Verbindungen. Weitere Schwerpunkte bilden die österreichische und mitteleuropäische Zeitgeschichte, die transnationale Geschichte sowie die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust.
Strobl verfügt über umfangreiche internationale Lehr- und Forschungserfahrung. Im Sommersemester 2024 war er Gastprofessor an der Philosophischen Fakultät der Universität Hradec Králové (Tschechische Republik) und im Wintersemester 2022/23 Gastprofessor für Nationalsozialismus und Holocaust mit Schwerpunkt österreichische Zeitgeschichte an der Universität Wien. Darüber hinaus war er an der Universität Hildesheim, der Universität Innsbruck, der Swinburne University of Technology in Melbourne, der University of Economics in Bratislava und der University of New Orleans tätig. Zuletzt wurde ihm die renommierte Austrian Visiting Professorship an der University of Alberta in Edmonton, Kanada, verliehen.
Sein jüngstes Buch A History of Displaced Knowledge: Austrian Refugees from National Socialism in Australia erschien 2025 bei Brill in der Reihe Studies in Global Migration History. Das Buch untersucht den Transfer, die Transformation und die Weitergabe von Wissen im Kontext der Migration österreichischer Flüchtlinge vor dem Nationalsozialismus.
Derzeit arbeitet Strobl für den Böhlau Verlag an einem neuen Buchprojekt, das erstmals eine Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert aus der Perspektive der Migration darstellt. Das Projekt rückt Migration ins Zentrum der österreichischen Zeitgeschichte und untersucht, wie die Bewegungen von Menschen, Ideen, Wissen und kulturellen Praktiken die österreichische Gesellschaft und ihre historische Entwicklung geprägt haben.
Strobl ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, Fachartikel und Beiträge in Sammelbänden, die bei internationalen Wissenschaftsverlagen sowie in begutachteten Fachzeitschriften erschienen sind, darunter das Journal of Contemporary History, das Journal of Migration History, The Historical Journal und zeitgeschichte. Seine jüngsten Publikationen und Herausgeberprojekte beschäftigen sich insbesondere mit Handlungsspielräumen von Flüchtlingen, verdrängtem und transferiertem Wissen, Migrationsregimen und der Fortsetzung von Flüchtlingsleben nach 1945.
Er ist Gründer und Herausgeber des Podcasts “Transit” zur Migrationsgeschichte. Darüber hinaus ist er an Margins of Memory (MOM) an der Universität Wien beteiligt, einer Plattform für innovative Lehre und Forschung in den Bereichen Wissens-, Migrations- und Gewaltgeschichte, die zugleich eine Veröffentlichungsplattform für Forschungs- und Lehrprojekte bietet.
Strobl wurde vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung für die Funktionsperiode 2026–2030 als Sachverständiger im Bereich Zeitgeschichte und als Schulbuchgutachter beauftragt.
Forschungsinteressen
- Vergleichende neuere und neueste europäische Geschichte
- Migrationsgeschichte
- Wissensgeschichte
- Biographik
-
Profil
-
Forschung
Forschungsbereiche
- Zeitgeschichte als Wissensgeschichte, Intellectual History, Wissenschaftsgeschichte und Geschichte des politischen Denkens
- Migration
Projekt (laufend)