Mag.a Dr.in Christina Wieder
Universitätsassistentin (Postdoc)
Christina Wieder ist Universitätsassistentin (Postdoc) am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien im Arbeitsbereich der Professur für Österreichische Zeitgeschichte seit 1918 im internationalen Kontext von Univ.-Prof.in Dr.in Lucile Dreidemy.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der visuellen Kulturen im transnationalen Kontext, der Frauen- und Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts, des Exils und der Migration sowie der Intermedialität und Intervisualität. 2017/18 war sie Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien, 2018/19 Gastforscherin am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Universidad de Buenos Aires und 2020 an der Cinémathèque française. 2022 promovierte Christina Wieder mit der Arbeit Visuelle Transformationen des Exils. Die jüdischen Künstlerinnen Grete Stern, Hedy Crilla und Irena Dodal in Argentinien am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Die Arbeit wurde mit dem Grete-Mostny-Dissertationspreis der Historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (2022), dem Herbert-Steiner-Preis des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (2022) sowie dem Irma-Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus (2022) ausgezeichnet.
Von 2022 bis 2025 war Wieder wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Sonderfall Angewandte. Die Universität für angewandte Kunst im Austrofaschismus, Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie 2025 im Projekt "Über die Bande" – Wie Österreichs Paläontologie von kolonialen Herrschaftssystemen profitierte am Naturhistorischen Museum Wien. Sie lehrte an der Universität für angewandte Kunst Wien, der Paris-Lodron-Universität Salzburg, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und an mehreren Instituten der Universität Wien (Zeitgeschichte, Romanistik, Judaistik).
Ihr aktuelles Projekt Vater_ländische Visionen zwischen Tradition und Moderne. Geschlecht, Medien und visuelle Kultur des Austrofaschismus in transnationaler Perspektive beschäftigt sich mit geschlechter-, kultur- und medienhistorischen Dimensionen des austrofaschistischen Regimes von 1933 bis 1938.
Curriculum Vitae
Publikationen
Forschungsschwerpunkte
- Visuelle Kulturen im transnationalen Kontext
- Zeitgeschichte und Medien
- Frauen- und Geschlechtergeschichte
- Intermedialität/Intervisualität
- Exil und Migration im 20. Jahrhundert
- Liebes-, Sexualitäts- und Familiendiskurse seit 1900
Wichtigste Publikationen
- Visuelle Transformationen des Exils. Die jüdischen Künstlerinnen Grete Stern, Hedy Crilla und Irena Dodal in Argentinien, Bielefeld 2025. Open access: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7679-2/visuelle-transformationen-des-exils
- Clemens Holzmeister und die Akademie der bildenden Künste Wien im Austrofaschismus, in: Eduard Freudmann/Jakob Krameritsch/Michael Lunardi/Ruth Sonderegger (Hg.), Ergänzungen und Eingriffe. Zur Geschichte der Akademie der bildenden Künste Wien 1930–1960, Wien 2025, 3–29.
- Rahmen und Richtungen. Die Akademie der bildenden Künste Wien in der Nachkriegszeit, in: Eduard Freudmann/Jakob Krameritsch/Michael Lunardi/Ruth Sonderegger (Hg.), Ergänzungen und Eingriffe. Zur Geschichte der Akademie der bildenden Künste Wien 1930–1960, Wien 2025, 211–235.
- „Bildende“ und „Angewandte“ – Schlaglichter einer Verhältnisgeschichte, in: Eduard Freudmann/Jakob Krameritsch/Michael Lunardi/Ruth Sonderegger (Hg.), Ergänzungen und Eingriffe. Zur Geschichte der Akademie der bildenden Künste Wien 1930–1960, Wien 2025, 289–299.
- Transnational/Transgenerational. Grete Sterns ungehorsame Träume, in: Daniela Finzi/Elana Shapira (Hg.), It Hurts!: Violence against Women in Art and Psychoanalysis, Berlin/Basel/Boston 2025, 93–112.
- gem. mit Bernadette Reinhold, „Sonderfall“ Angewandte. Die Universität für angewandte Kunst Wien im Austrofaschismus, Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit, Berlin/Boston 2024.
- Künstlerinnen über_setzen: Visuelle Netzwerke des Exils in Argentinien, in: Birgit Maier-Katkin/Marje Schuetze-Coburn/Michaela Ullmann (Hg.), Women in Exile. Feuchtwanger Studies, Oxford/Berlin/Bruxelles 2024, 219–237. (peer reviewed)
- Radikalität der Utopie. Freundinnenschaft und alternative Beziehungskonzepte in der anarchistischen Frauenbewegung Argentiniens, in: Theresa Adamski/Gabriella Hauch (Hg.), Was ist radikal? Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 1/2024, 28–49. (peer reviewed)
- Verqu(e)erungen des Blicks: queer-feministische Perspektiven bei ringl+pit, in: Christina Wieder/Marie-Noëlle Yazdanpanah/Heidrun Zettelbauer (Hg.), Verhandlungen von Geschlecht und Sexualität in der visuellen Kultur der 1920er und 1930er Jahre, zeitgeschichte 1/23, 73–94. (peer reviewed)
- gem. mit Marie-Noëlle Yazdanpanah und Heidrun Zettelbauer, Verhandlungen von Geschlecht und Sexualität in der visuellen Kultur der 1920er und 1930er Jahre, zeitgeschichte 1/23.
