Neuerscheinung I Linda Erker: Die Universität Wien im Austrofaschismus. Österreichische Hochschulpolitik 1933 bis 1938, ihre Vorbedingungen und langfristigen Nachwirkungen

15.12.2021

Schriften des Archivs der Universität Wien. - Band 029

 

 

Linda Erker, Die Universität Wien im Austrofaschismus. Österreichische Hochschulpolitik 1933 bis 1938, ihre Vorbedingungen und langfristigen Nachwirkungen (Schriften des Archivs der Universität Wien, Bd. 29), Göttingen: Vienna University Press bei V&R unipress 2021, 326 Seiten mit 40 Abbildungen, gebunden.

 

 

Während es über Österreichs Hochschulen nach dem „Anschluss“ 1938 zahllose Studien gibt, sind die fünf Jahre davor universitätshistorisch kaum aufgearbeitet. Diese erstaunliche Forschungslücke wird durch den vorliegenden Band geschlossen, der eindrücklich zeigt, wie sehr die Universität Wien unter der Dollfuß/Schuschnigg-Diktatur Schaden nahm. Es kam einerseits zu Sparmaßnahmen, die von der Universität für politische und auch antisemitische „Säuberungen“ des Lehrkörpers genützt wurden. Andererseits griffen die Machthaber mittels neuer Gesetze in die universitäre und studentische Selbstverwaltung ein. Diese 1933/34 beginnende Provinzialisierung setzte sich nach 1945 nahtlos fort, als man beim universitären Führungspersonal durchwegs auf frühere austrofaschistische Funktionäre zurückgriff.

 

Das Buch ist hier bestellbar.
Über den Bibliotheksserver ist das Buch für Assoziierte der Universität Wien als Open Access-Publikation verfügbar.

Eine Leseprobe steht auf univie.academia.edu/LindaErker und hier zur Verfügung.