Studie zu nationalen Geschichtsbildern und demokratischer Disposition

Online-Meinungsumfrage zu nationalen Geschichtsbildern und demokratischer Disposition in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn


Projekteam:
Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Univ.-Prof. Mag. DDr. Oliver Rathkolb
Institut für Staatwissenschaft der Universität Wien, Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Sylvia Kritzinger & Mag. Dr. Julian Aichholzer
Wiener Institut für Arbeitsmarkt- und Bildungsforschung (WIAB), Mag.a Dr.in Petra Ziegler
Fritz Bauer Institut Geschichte und Wirkung des Holocaust der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof.in Dr.in Sybille Steinbacher
Finanzierung: Universität Wien, Zukunftsfonds der Republik Österreich und Fritz Bauer Institut
Laufzeit: 2019-2020

 

 

(for english version please see below)

 

Das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien und dem Wiener Institut für Arbeitsmarkt- und Bildungsforschung (WIAB) an einer Studie zu den Themen Autoritarismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, nationalen Geschichtsbildern und demokratischer Disposition. Zu diesem Zweck wird eine Online-Umfrage in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn vom deutschen Umfrageinstitut Respondi AG im November/Dezember 2019 durchgeführt. Bei der Grundgesamtheit handelt es sich um ein Online-Panel, das durch den Einsatz von Quotenstichproben bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse erzielt. Für Deutschland, Frankreich, Italien und Polen umfasst die Stichprobe 2.000 Personen; für Österreich, die Tschechische Republik und Ungarn jeweils 1.000 Personen.

Ziel der Erhebung ist, autoritäre Einstellungen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sowie nationale Geschichtsbilder in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn zu untersuchen und vergleichend gegenüberzustellen. In den untersuchten Ländern gab und gibt es in den letzten Jahren politische Entwicklungen, die von Wahlerfolgen von RechtspopulistInnen, fremden- und muslimfeindlichen Aufmärschen, zunehmendem Antisemitismus sowie Ablehnung von Flüchtlingen bis zu offenem Hass und Pöbeleien gegen PolitikerInnen und JournalistInnen reichen. Die geplante Studie wird Daten zu unterschiedlichen Dimensionen und Konzepten rund um diese Themen erheben und neben der Analyse der jeweiligen nationalen Einstellungen mittels eines Vergleichs Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern aufzeigen. So kann z.B. nach Regionen bzw. Stadt-Land unterschieden werden und somit aufgezeigt werden, in welchen Gegenden bestimmte Einstellungen vorwiegend anzutreffen sind. Die Umfrage soll wertvolles analytisches Material zum aktuellen Stand und zur Entwicklung von autoritären Einstellungen in ausgewählten europäischen Ländern liefern und dadurch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftspolitischen Debatte liefern und eine informierte Diskussion ermöglichen. Die Umfrage kann auch als erster Schritt in Richtung weiterreichende vergleichende europäische (oder auch transatlantische) Studien angesehen werden.

 

Bei Fragen oder Rückmeldungen zur Studie wenden Sie sich bitte an Mag. Dr. Petra Ziegler ziegler@wiab.at


Study on historical perceptions and democratic dispositions in Austria, the Czech Republic, Germany, France, Hungary, Italy and Poland

 

The Department of Contemporary History of the University of Vienna, the Department of Government of the University of Vienna and the Viennese Institute for Labour Market and Education Research currently work together on a study dealing with authoritarianism, group-related misanthropy, historical perceptions and democratic dispositions. For this purpose, an online survey is being conducted in Austria, the Czech Republic, Germany, France, Hungary, Italy and Poland by the German survey institute Respondi AG in November/December 2019. The online panel produces representative results using quota samples. For Germany, France, Italy and Poland the sample comprises 2,000 persons; for Austria, the Czech Republic and Hungary 1,000 people will be polled.

The aim of the survey is to investigate and compare authoritarian attitudes, group-related misanthropy and national historical perceptions in Austria, the Czech Republic, Germany, France, Hungary, Italy and Poland. In the analysed countries, there have been political developments in recent years, ranging from electoral successes of right-wing populists, xenophobic and anti-Muslim marches, increasing antisemitism and rejection of refugees to open hatred and bullying against politicians and journalists. The study will collect data on different dimensions and concepts around these issues and will, in addition to the analysis of the respective national attitudes, show by means of a comparison differences and similarities between the countries. Thus, e.g. a distinction can be made between regions as well as cities and rural areas, showing in which areas certain attitudes can predominantly be found. The purpose of the survey is to provide valuable analytical material on the current state and development of authoritarian attitudes in selected European countries, thus providing an important contribution to the socio-political debate and enabling an informed discussion. The survey could also be a first step towards more far-reaching comparative European (or even transatlantic) studies.

If you have questions or would like to know more about the study, please contact Mag. Dr. Petra Ziegler ziegler@wiab.at

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